Das Blaue Pony

Ein unkonventionell berauschendes Klangabenteuer: polyphon, strahlend, pulsierend und intensiv-schön. Eine energetische Rhythmusgruppe treibt zwei unbekümmert filigrane Holzbläser an. Die Nüchternheit einfacher, zarter Melodien trifft auf komplexe rhythmische Strukturen. Zerbrechliche Bläserakkorde gehen einher mit der klanglichen Rauheit von Kontrabass und Schlagzeug. Bi-tonale Zentren werden aufgebaut und mit intensiven, freien Improvisationen der Musiker verbunden. Die Musik steht im Zeichen eines bedingungslosen Zusammenklangs der vier Instrumentalisten.

Stilistisch findet Das Blaue Pony seinen Weg durch den musikalischen Dschungel über polyphone Kammermusik, zeitgenössischen Jazz, Neuer Musik, Waits-scher Schroffheit hin zu und Groove-Einflüssen elektronischer Musik der letzten zwei Jahrzehnte.

dasblauepony.net

LU:V

Seit 2005 musizieren Johannes Moritz (Saxophon, Klarinetten, Querflöte), Timo Klöckner (Gitarre, Akkordeon, Singende Säge) und Philipp Rohmer (Kontrabass, Tuba) gemeinsam unter dem Namen LU:V. Zwei Jahre später improvisieren die jungen Musiker aus Leipzig erstmals zu Stummfilmklassikern der 20er Jahre. Seit 2009 vertonen sie alte DEFA-Animationsfilme. Diesen gilt mittlerweile das Hauptinteresse der Band. Mit viel Einfühlungsvermögen – aber auch dem nötigem Humor – bearbeiten LU:V die Filme auf eigene musikalische Art und Weise, die gelegentlich den Rahmen traditioneller Filmmusik verlässt.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Animationsfilm und der DEFA-Stiftung widmet sich das aktuelle Programm dem Schaffen des experimentellen Puppentrickfilmers Kurt Weiler. Als Besonderheit endet das Programm mit einem aktuellen Computeranimationsfilm des Avantgarde-Filmemachers David O‘Reilly. Zur feierlichen Verleihung des „Junge Ohren Preises“ kam es jüngst zu einer ersten Zusammenarbeit mit dem Gewandhaus Kinderchor, die nun fortgeführt und vertieft wird.

luv-film.de

Spielvereinigung Sued

Die im März 2008 gegründete Big Band „Spielvereinigung Sued“ vereint in sich 18 junge Profi-Musiker aus Leipzig, Berlin, Dresden und Weimar. Diese widmen sich gemeinsam mit großer Spielfreude und Lust am Experiment sowohl eigenen Arrangements und Kompositionen als auch dem Schaffen zeitgenössischer deutscher und europäischer Jazzkomponisten und Arrangeure.
Klangliche Vielfalt, gepaart mit musikalischer Präzision und geballter Energie sorgen regelmäßig für ausverkaufte Häuser in Mitteldeutschland, unter anderem bei Konzerten in der Leipzig, Berlin, Dresden und Chemnitz.
Virtuos unterstützt wird die Spielvereinigung Sued durch den Sänger Matthias Knoche, der mit Humor und vokalem Facettenreichtum den Big Band-Sound bereichert.
Die SpVgg Sued sucht beständig neue Herausforderungen durch Arbeit mit namhaften zeitgenössischen Jazzkomponisten und Arrangeuren. Mit diesen hat die Band über 100 Konzerte in Mitteldeutschland und Berlin gespielt.
Namenhafte Komponisten der deutschen Jazzszene waren Ed Partyka, Thomas Zoller, Rainer Tempel, Marko Lackner, Nicolai Thärichen, Jürgen Friedrich, Stefan Schultze und Niels Klein.
Als Gastsolisten waren unter anderem Johannes Enders, Nils Wogram, Frank Möbus, Kalle Kalima und Frederik Köster mit der Spielvereinigung Sued zu hören.
Aber auch zur jungen, aufstrebenden Generation deutscher Jazzmusiker sucht die Band Kontakt und verwirklichte u.a. mit Monika Roscher, Moritz Sembritzki oder Malte Schiller deren Ansatz, zeitgenössische Musikströmungen, wie Hip-Hip, Elektronik oder Indie-Rock, in ihren Kompositionen einfließen zu lassen.
So stellen sich die 18 Musiker/innen mit Neugier und Begeisterung der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Stilistiken und erkunden so die musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten der Big Band, dem Orchester des Jazz, im Hier und Jetzt.

spielvereinigungsued.de

Philipp Rumsch Ensemble

Philipp Rumsch Ensemble
Angelehnt an die These, dass die Tonsprache der digitalen, elektronischen Musik aus Abstraktionen und Nachbildungen von realen, akustischen Vorgängen und Klängen entstanden ist, gründete Philipp im vergangenen Jahr ein elfköpfiges Ensemble, und kreierte eine Musik, in welcher er diese ästhetischen Prinzipien auf eine Gruppe aus realen Musiker übertrug, um damit eine Art von Umkehrprozess zu bilden.
Außerdem suchte er ästhetische Gemeinsamkeiten mit anderen Stilen und mischte somit Elemente aus Minimal Music, elektronischer Musik, Pop sowie klassischer Musik und verband diese mit dem Prinzip der Improvisation.
Dabei erarbeitete er eine Klangsprache, deren Einflüsse von Perotin über Erik Satie und Steve Reich bis hin zu Brian Eno, Aphex Twin sowie Ben Frost reichen.

Die Musik dieses Ensembles ist von Reduktion sowie der Überlagerung repetitiver Strukturen geprägt, und erzeugt so eine dichte Atmosphäre, die im selben Moment sowohl Stillstand als auch Entwicklung suggeriert und damit die Linearität von Musik in Frage stellt. Dabei verfließen ständig die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation.

Das Ensemble besteht sowohl aus Musikern der Leipziger und Berliner Jazzszene als auch aus klassischen Musikern und eröffnet durch seine ungewöhnliche Besetzung neue Klangwelten, die scheinbar widersprüchliche Assoziationen verbinden.

philipprumsch.com